Geschichte

Das Stadtorchester Zug kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1922 schlossen sich musikbe­geisterte Streicher und Bläser zusammen, um das Cäcilienorche­ster Zug zu gründen. Schon länger hatten sie mit dem damals bereits bestehenden Cäcilienchor Orchestermessen aufgeführt, und mit der Vereinsgründung sollte dieses Wirken sichergestellt werden. Das zweite Ziel bestand darin, selbstständig weltliche Konzerte aufzuführen. Unter dem Dach des Cäcilien­vereins St. Michael entstand daraus eine Sektion des Cäcilienorchesters und ver­schiedene Diri­genten führten das Ensemble durch die Jahre. Nach dem Zweiten Welt­krieg gewann es sehr an Bedeutung und 1969 wurde der Name seiner hauptsächlichen Tätigkeit entsprechend in Stadtorchester Zug geän­dert.

 

Auch heute ist das Stadtorchester vom Zuger Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Für das weltliche Programm steht es seit November 1995 unter der Leitung von Jonathan Brett Harrison. Neben dem kirchlichen Engagement an allen hohen Feiertagen führt es jeweils im Juni und November Sinfonie-Konzerte, meist im Theater Casi­no Zug, durch. Dazu werden bekannte und auch weniger bekannte Solisten eingeladen. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung von jungen und regionalen Musikern und gelegentlich werden auch Senioren-, Kinder- und Familienkonzerte durchgeführt.

 

Die Geschichte des Stadtorchesters ist geprägt durch die Musikerziehung der früheren Dirigenten Bonifaz Kühne (vor 1919), Richard Wissmann (1922-1925), Emil Ithen (1925-1943), Hans Flury (1944-1964), Guido Steiger (1964-1971), Mario Venzago (1971-1974), Peter Garst (1975-1979), Conrad Zwicky (1979-1981), Martin S. Weber (1981-1991) und Howard Griffiths (1991-1995). In der kirchlichen Tätigkeit waren die langjährigsten Chorleiter und -dirigenten Hans Flury (1942-1964), Paul Rohner (1970-1998) und Marco Brandazza (1998-2016).

 

Unter den vielen, international bekannten Solisten ragen heraus: Stefi Geyer, Violine (1920), Georg Kulenkampff, Violine (1946), Paul Baumgartner, Klavier (1945, 1951), Clara Haskil, Klavier (1949), Maria Stader, Sopran (1952, 1956), Lisa della Casa, Sopran (1954), Enrico Mainardi, Violoncello (1955, 1958), Hans-Heinz Schneeberger, Violine (1963), Claude Stark, Violoncello (1966, 1983), Rudolf Bamert, Violine (1969), Alexandre Stein, Violoncello (1977), Ingrid Haebler, Klavier (1982), Aurèle Nicolet, Flöte (1984), Alexandre Dubach, Violine (1988), Gary Karr, Kontrabass (1989, 1995), Patrick Demenga, Violoncello (1990), Adrienne Soós, Ivo Haag, Klavier (1993), Adrian Oetiker, Klavier (1997), Raphael Wallfisch, Violoncello (1998), Esther Hoppe, Violine (1999), Walter Prossnitz, Klavier (2001) und Simone Zgraggen, Violine (2003).